Rot-Grün muss Gesundheitspolitik machen, nicht nur KAV-Politik

Stefan Gara: „Ordensspitäler füllen mit Gruppenpraxen eine Lücke, die eigentlich die Stadtregierung durch Infrastrukturmaßnahmen angehen sollte.“

„Seit Jahren wird an der Realisierungvon Primärversorgungseinrichtungen herumgearbeitet, ein Ergebnis gibt es bis jetzt nicht. Anstatt dass die Wiener Stadtregierung hier einen mutigen Schritt setzt und bei Stadtentwicklungsgebieten die Infrastruktur und Räumlichkeiten für sogenannte Primärversorungseinheitenwohnortnah gleich mitplanen, wartet man ab – und die Ordensspitäler zeigen derweil vor, wie es geht“, reagiert NEOS Wien Gesundheitssprecher auf die Ankündigung der Vinzenzgruppe, Gesundheitsparks in der Nähe von deren Krankenhäusern zu errichten. „Die rot-grüne Stadtregierung scheint momentan nur KAV-Politik zu machen, Wien braucht aber Gesundheitspolitik, die über die städtischen Krankenhäuser hinausgeht. Doch ein NEOS-Antrag auf Gruppenpraxen in Stadtentwicklungsgebieten wurde erst vergangenen Freitag im Gemeinderat von SPÖ und Grünen abgelehnt.“

Der NEOS-Gesundheitssprecher betont, dass der Plan gegen Gangbetten und eine Neuregelung der Nachtdienste im KAV wichtige und gute Schritte sind, aber nicht als einzige im Fokus der Stadtregierung liegen dürfen: „Wien soll eine Modelregion für integrierte Gesundheitsversorgung werden, in der der niedergelassene und der Spitalsbereich gemeinsam gedacht, geplant und auch finanziert werden. Stadträtin Frauenberger sollte sich ein Beispiel an den Plänen der Ordensspitäler nehmen und Gesundheit in Wien endlich breiter denken“, schließt Gara.

Gara ad Vassilakou: Wo bleibt die Sicherheit für die Stadtplanung?

Rot-Grün lehnt sinnvolle Gesundheits-Anträge ab