Wien ist "Stadt der Menschenrechte" - KAV kann das nicht einschränken

Stefan Gara: „Der Krankenanstaltenverbund kann den Protest der Spitalsärzt_innen gegen schlechte Arbeitsbedingungen nicht einfach verhindern“

„Der Krankenanstaltenverbund (KAV) hat den Spitalsärzt_innen in einem Schreiben mitgeteilt, dass eine Reduktion der Leistungen an den Streiktagen auf Wochenend-Niveau nicht zulässig ist und mit Disziplinarverfahren zu rechnen sei. Anscheinend versucht der KAV durch solche Methoden die Protestmaßnahmen der Mediziner_innen aufzuhalten“, reagiert NEOS Wien Gesundheitssprecher Stefan Gara auf aktuelle Meldungen über das Vorgehen des KAV. „Es kann nicht sein, dass das demokratische Recht auf Streik beschnitten wird, nur weil es dem KAV unangenehm ist. Die Spitalsärzt_innen handeln aus Sorge über die Qualität und Sicherheit der medizinischen Versorgung Wiens, das ist ein legitimer Protest“, stellt Gara fest.

"Wien positioniert sich dezidiert als "Stadt der Menschenrechte" und bekennt sich in ihrer vom Gemeinderat beschlossenen Deklaration von 2014 auch zu eben jenen, gerade auch als Arbeitgeberin. Vielleicht sollte die Stadtregierung an diese selbst zugeschriebenen Grundwerte denken und den Spitalsärzt_innen ihr Streikrecht einräumen", schließt Gara.

 

 

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