Patientenanwältin sollte Interesse der Wiener_innen vertreten

Stefan Gara: „Siegrid Pilz stellt sich gegen die Spitalsärzt_innen und erkennt deren Sorgen um die Patient_innen nicht an.“

„Offensichtlich versteht Patientenanwältin Siegrid Pilz die Anliegen der Patient_innen nicht mehr“, wundert sich NEOS Wien Gesundheitssprecher Stefan Gara über Aussagen von Pilz in heutigen Medien in der sie die Streik-Bereitschaft der Wiener Spitalsärzt_innen als „Panikmache“ und Vorwahlgeplänkel für die Ärztekammer-Wahl 2017 diskreditiert. „Der Großteil der Ärzt_innen die für Streikmaßnahmen gestimmt haben, sind keine Funktionär_innen der Ärztekammer, sondern haben eigenverantwortlich mit Ihrer Stimme zum Ausdruck gebracht, dass es so nicht weitergehen kann. So zu tun als wären diese unmündige Panikmacher_innen und würden instrumentalisiert werden, ist eine Beleidigung der Mitarbeiter_innen der Gemeindespitäler“, kritisiert der Gesundheitssprecher. "Frau Pilz dürfte auch entgangen sein, dass es auch bereits Patient_innen-Initiativen gibt, die sich solidarisch mit den Ärzt_innen erklären, die Menschen wissen, dass die Mediziner_innen für eine funktionierende Gesundheitsversorgung kämpfen."

Gara appelliert an Pilz und die Stadtregierung, endlich auf die Sorgen des medizinischen Personals des KAV zu hören und Deeskalationsschritte einzuleiten, statt stur zu bleiben. „Was ist eine Vereinbarung wert, die in der Praxis offensichtlich so nicht umsetzbar ist und daher zu massiven Widerständen der betroffenen Spitalsärzt_innen führt? Hier offenbart sich die Krise der Sozialpartner, die sich längst von den Anliegen jener entfernt haben, die sie eigentlich vertreten sollten.“

Der Gesundheitssprecher vermisst auch ein Engagement der Grünen in der Causa: „Der Koalitionspartner der SPÖ ist in dieser Causa vollkommen in der Versenkung verschwunden. Wo bleibt der Einsatz für eine funktionierende Gesundheitsversorgung?“ schließt Gara.

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