NEOS Wien/Gara: 85 Prozent der Patient_innen in Wien sind unzufrieden

„Frau Wehsely, wie lange wollen Sie noch zuschauen?“

„Die aktuell veröffentlichte Studie der Ärztekammer Wien untermauert, was NEOS und auch die betroffenen Ärztinnen und Ärzte schon längst kritisieren: In der Wiener Gesundheitspolitik herrscht nicht nur Stillstand, die Negativspirale setzt sich sogar weiter fort. Diensträder werden gestrichen, Überstunden gekürzt. Die Arbeitszeitverdichtung nimmt weiter zu. Die Ausbildung verschlechtert sich. Nun sind auch die Patientinnen und Patienten zu den derzeitigen Sparmaßnahmen und der dadurch entstandenen Personalknappheit befragt worden.

Angesichts der Realitätsverweigerung von Gesundheitsstadträtin Wehsely wundert es nicht, dass das Ergebnis so schlecht ausgefallen ist. 52 Prozent der Befragten sehen diesen politischen Stillstand klar vor Augen, dazu kommen 33 Prozent, die bei der Versorgung eine Verschlechterung erlebt haben. Diese Zahlen belegen erneut, dass wir uns ernsthaft Sorgen um die weitere Entwicklung des Wiener Gesundheitssystem machen müssen“, so NEOS Wien Gesundheitssprecher Stefan Gara.

„Durch das neue Ärztearbeitszeitgesetz hat sich die Situation allgemein noch verschärft. Es herrscht eine falsche Erwartungshaltung der Politik vor, dass es bei einem Viertel weniger Arbeitszeit die gleiche Leistung geben kann. Dass 82 Prozent der Befragten in der ÄK-Studie angeben, dass in zu kurzer Zeit zu viele Patientinnen und Patienten vom ärztlichen Personal behandelt werden müssen, bestätigt dies nur“, so der Gesundheitssprecher.

„Wir fordern Stadträtin Wehsely auf, nun endlich tätig zu werden und sich den Sorgen der Menschen nicht mehr zu verweigern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KAV müssen endlich ernst genommen werden! Ein Gesamtkonzept für die Wiener Gesundheitsversorgung, das den niedergelassenen Bereich integriert, ist überfällig, ebenso die Finanzierung aus einer Hand“, so Gara abschließend.

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