Gara/Neos Wien: „Handeln statt Hudeln – wir brauchen tragfähige Lösungen für leistbares Wohnen!“

Nutzen wir die Krise als Chance: Erleichterungen sollen nicht nur für Flüchtlingsquartiere gelten; Durchmischung fördert die Integration

Verständnis äußert NEOS-Planungssprecher Stefan Gara zur geplanten Novelle der Wiener Bauordnung, die die Errichtung von vorübergehenden Flüchtlingsquartieren erleichtern soll: „Natürlich brauchen wir hier eine schnelle praktikable Lösung. Diese Novelle adressiert nur einen Teil des Problems. Zusätzlich brauchen wir eine nachhaltige Entbürokratisierung der Bauordnung, die nicht nur die Errichtung von Flüchtlingsquartieren, sondern allgemein die Schaffung von leistbarem Wohnraum erleichtert. Außerdem müssen auch die Rechte der Bürgerinnen und Bürger gewahrt bleiben.“ NEOS Wien hat daher dem von SPÖ und Grünen im heutigen Gemeinderatsausschuss eingebrachten Initiativantrag zur Novellierung der Bauordnung nicht zugestimmt und wird im kommenden Landtag einen entsprechenden Abänderungsantrag einbringen.

„Angesichts der Flüchtlingskrise brauchen wir die Möglichkeit, schnell und unbürokratisch menschenwürdige Quartiere errichten zu können. Wir sollten aber die Gelegenheit ergreifen, die Bauordnung gleich so zu entrümpeln, dass neue günstige Formen des kombinierten städtischen Wohnens und Arbeitens möglich werden“, so Gara, der unter anderem fordert, dass leerstehende Bürogebäude und Industriegebieten auch für Wohnzwecke genutzt werden können: „Für gewerbliche Beherbergungsbetriebe ist das jetzt schon möglich, warum nicht für andere temporäre Unterkünfte? In Wien stehen zum Beispiel mindestens 700.000 m² an Büroflächen leer. Kurzfristig könnten Teile davon zu geringen Kosten in Flüchtlingsquartiere, mittelfristig aber in leistbaren Wohnraum für alle umgewandelt werden.“

Auch die in der Novelle vorgesehenen Erleichterungen für Gebäude in Leichtbauweise sollten nicht nur für Flüchtlingsquartiere, sondern allgemein für die Schaffung von leistbarem Wohnraum gelten: „Durchmischung und multifunktionale Nutzung ist zentral für frühzeitige Integration.“

„Wir müssen jetzt rasch handeln, aber nicht hudeln. Wir sollten die Gelegenheit nutzen, um die Bauordnung so zu novellieren, dass sie nicht nur schnelle und tragfähige Lösungen für Flüchtlingsquartiere ermöglicht, sondern nachhaltige Erleichterungen für die Schaffung von leistbarem Wohnen insgesamt. Dies soll aber grundsätzlich für alle Bauwerber gelten“, schließt Gara.

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