Endlich volle Transparenz bei GESIBA-Vorstands-Bezügen herstellen

Stefan Gara: "Wenn es um das Geld der Mieter geht, hört sich die Gemeinnützigkeit der GESIBA offensichtlich auf."

"Das Interview in der Tageszeitung Presse mit den beiden Vorständen der GESIBA zeigt wieder einmal eines: wenn es um das Geld der Mieterinnen und Mieter geht, hört sich die Gemeinnützigkeit auf. Die GESIBA ist kein gewerblicher Bauträger, sondern hat laut Gesetz ihre Tätigkeit auf die Erfüllung dem Gemeinwohl dienender Aufgaben zu richten. Das beinhaltet auch, dass ihre Einnahmen weitgehend für die Mieterinnen und Mieter einzusetzen ist, und nicht für Bezüge von Vorständen und leitenden Angestellten“, so NEOS Wien Wohnbausprecher Stefan Gara. Er verlangt volle Transparenz über die Finanzen: "die GESIBA steht im Besitz der Wienerinnen und Wiener, sie haben ein Recht darauf."

„Die Zahlen aus den Geschäftsberichten sprechen für sich: jeder Mieterin und jedem Mieter der GESIBA kosten Vorstand und Aufsichtsrat im Schnitt 54 Euro im Jahr. Bei der auch nicht als sparsam bekannten Sozialbau sind es nur 19 Euro pro Mieter, obwohl der Vorstand dort bis 2015 doppelt so groß war. Das durchschnittliche Gehalt bei der GESIBA beträgt 51.000 Euro brutto, im Branchenschnitt sind es nur 37.000 Euro, gewerbliche Bauträger inklusive“, rechnet Gara vor.

Der NEOS Wohnbausprecher appelliert an die beiden GESIBA-Vorstände: 
„Sie sind herzlich eingeladen, sich bei einem gewerblichen Bauträger zu bewerben, wenn Sie meinen, dass Sie bei einem gemeinnützigen Bauträger nicht angemessen bezahlt werden. Keiner spricht den Vorständen das Recht auf einen angemessenen Lebensstil ab, ich gehe davon aus, dass diese gute Arbeit leisten. Aber wenn man eine Betriebspension in der Höhe von 40 Prozent des Bruttogehalts als ‚normal‘ empfindet und so die Gehaltsobergrenzen des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes umgeht, hört sich der Spaß auf“, so Gara.

Eine Anfrage zu den Bezügen der GESIBA-Vorstände an Stadträtin Brauner, in deren Wien Holding der Bauträger verwaltet wird, ergab keinerlei Informationen. „Die Stadträtin erklärt sich für nicht zuständig, obwohl mehrere Vertreter ihres Ressorts im Aufsichtsrat sitzen und diesen Bezügen und Pensionsregelungen zugestimmt haben. Wenn parlamentarische Instrumente von der Stadträtin nicht ernst genommen werden, müssen wir andere Maßnahmen ergreifen, wie zum Beispiel einen Prüfauftrag an den Stadtrechnungshof“, so Gara abschließend.

 

 

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