Gara/NEOS Wien: Sozialer Wohnbau muss treffsicher sein

„Der soziale Wohnbau muss wieder gemeinnützig statt ‚funktionärsnützig’ werden“

„Der soziale Wohnbau Wiens ist eine historische Errungenschaft. Bei der sozialen Treffsicherheit gibt es aber Handlungsbedarf, da oft nicht jene Menschen im Gemeindebau leben, die eigentlich eine Sozialwohnung bräuchten. Hier braucht es Transparenz und klare Kriterien, um diese Wohnungen sozial Bedürftigen zur Verfügung zu stellen“, stellt Stefan Gara, Sprecher für Wohnen und Stadtentwicklung von NEOS Wien, klar.

Gara plädiert weiters dafür, die Diskussion noch auszuweiten. „Laut rot-grünem Regierungsprogramm sind 400 Gemeindebauten pro Jahr geplant. Das sind 2.000 Wohnungen in fünf Jahren, also gerade einmal 4% des notwendigen Wohnbauvolumens von ca. 10.000 pro Jahr. Die vollmundige Ankündigung, wieder Gemeindebauten bauen zu wollen – übrigens mit einer eigens geschaffenen Gemeindewohnungserrichtungsgesellschaft samt einer intransparenten Firmenkonstruktion vom Feinsten – lenkt also von den eigentlichen Problemen ab. Die Frage muss doch viel eher lauten: Wie kann der soziale Wohnbau Wiens zukunftsfähig weiterentwickelt werden? Nämlich sozial treffsicher, generationengerecht und werthaltig“, geht Gara ins Detail.

Insbesondere jungen Menschen leistbares Wohnen zu ermöglichen, ist eine zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe. „Wien wird immer jünger, und der Wohnbedarf für junge Menschen wird in den kommenden Jahren daher weiter stark zunehmen. Der Zugang zum sozialen Wohnbau muss daher allen voran für diese Gruppe rasch erleichtert werden, auch um einer Verschuldungsfalle durch hohe Wohnkosten entgegenzuwirken“, so Gara. 

Ein Anliegen, das auch NEOS Wien-Generationensprecher Christoph Wiederkehr am Herzen liegt: „Gemeindewohnungen müssen wieder verstärkt als Starthilfe für einkommensschwache junge Menschen fungieren. Dazu sollten die Einkommensgrenzen für Gemeindewohnungen von jährlich fast 44.000 Euro netto auf 25.000 Euro herabgesenkt werden. Es braucht daher ein transparentes Einkommensmonitoring. Wer mehr verdient, soll in seiner Wohnung zwar bleiben können, eine soziale Durchmischung und Integration ist uns wichtig und ist ausdrücklich erwünscht. Aber die Miete muss dem Einkommen angepasst sein. Das ist fair und sozial gerecht“, so Wiederkehr.

„Es ist für mich vollkommen unverständlich, warum sich gerade die SPÖ gegen diese solidarischen Maßnahmen wehrt. Ich dachte eigentlich immer, SOLIDARITÄT ist bei der SPÖ GROß geschrieben. Da haben wir uns anscheinend geirrt“, so Gara abschließend.

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