Gara/NEOS Wien: Krise im Wiener Gesundheitssystem muss wieder in den Griff bekommen werden

„Die Fakten der Fehlentwicklung auf den Tisch legen“

Wien (OTS) - „Das Wiener Gesundheitssystem erinnert mich an die ‚Apollo 13 Mission’. Gestartet mit großen Masterplänen als Trägerrakete, muss die geplante (Mond)Landung aufgegeben werden. Nach der Explosion der Kosten, der Versorgungsengpässe, etc herrscht Chaos, Verunsicherung und Angst. Bei Apollo 13 ist es am Ende gerade noch gut ausgegangen. Damit wir auch die Krise in der Wiener Gesundheitsversorgung wieder in den Griff bekommen, müssen die knallharten Fakten der Fehlentwicklung auf den Tisch“, fordert NEOS Wien Gesundheitssprecher Stefan Gara im Zuge der Gemeinderatsdebatte zum Budget der Stadt Wien.

„Eine ernst gemeinte Diskussion über das Wiener Gesundheitsversorgung darf sich nicht nur um das Wiener Spitalskonzept 2030 drehen. Doch gerade diese Verkürzung der Debatte ist eine der Wurzeln des Übels. Neben der stationären Betreuung ist die Versorgung im niedergelassenen Bereich, also von Einzel- als auch Gruppenpraxen von Allgemeinmediziner_innen und Fachärzt_innen, mindestens ebenso wichtig. Entsprechende Anreize zur Stärkung des niedergelassenen Bereichs zur Entlastung der Spitäler fehlen jedoch“, so Gara weiter.

„Die Wiener Gesundheitspolitik ist auf mindestens einem Auge blind. Solange die unterschiedlichen Bereiche der Gesundheitsversorgung nicht in ganzheitlichen Konzepten gemeinsam gedacht und die gesetzten Maßnahmen nicht entlang einer durchdachten Strategie gesetzt werden, bleiben die hübsch geschriebenen Masterpläne reine Makulatur“, ergänzt der NEOS Wien-Gemeinderat. „Selbst der Präsident der Wiener Ärztekammer gibt zu, dass es in der Wiener Gesundheitsversorgung ordentlich kriselt. Die Qualität der Patientenversorgung leidet bereits unter den Sparmaßnahmen: Abteilungen werden geschlossen und zusammengelegt, Dienste eingespart, Patienten warten monatelang auf Operationen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob das Spitalskonzept 2030 überhaupt noch stimmen kann“, schließt Gara.

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