Chronik eines willigen „Bauernopfers“

Er saß nicht mehr so fest im Sattel, wie er gerne behauptete: KAV-Chef Udo Janßen musste nun mit sofortiger Wirkung seinen Hut nehmen, obwohl sein Vertrag noch bis 2019 läuft. Eine frühzeitige Vertragsauflösung kostet und hat Tradition bei Unternehmen der Stadt Wien. Es ist ein weiterer Puzzlestein einer politisch verhaberten Wiener Gesundheitsversorgung.

Keine Klarheit in der Gesundheitsversorgung

Ein Team von Augenchirurgen möchte in Wien-Floridsdorf ein chirurgisches Augenambulatorium eröffnen. Die Debatte darüber offenbart das eigentliche Problem: Da die Stadt keine Klarheit schafft, entsteht ein Vakuum, das Interessensvertreter für ihre Machtspiele nutzen. 

Der gesundheitspolitische Kraftakt

Am Wiener Gesundheitssystem wird zukünftig von der ehemaligen Stadträtin für Personal operiert, die sich bei der Realitätsverweigerung ihrer Vorgängerin auffallend unauffällig verhalten hat. Die Personalrochade wäre nun ein guter Zeitpunkt für den dringend notwendigen „Neustart“ im Wiener Gesundheitssystem. Auf Sandra Frauenberger wartet ein Kraftakt. 

Chronik eines angekündigten Aufpralls

Die Wähler_Innen revoltieren gegen das politische System, sie wählen es ab. Die Wiener Stadtpolitik lässt dieser Vertrauensverlust kalt, sie gehen ungerührt ihrem Untergang entgegen. Ein aktuelles Beispiel sind die über 16.000 Unterschriften gegen die Verlagerung der Donaustädter Augenabteilung in die Rudolfstiftung. Bürgernähe sieht anders aus.

Es ist alles in Ordnung

Es hinterlässt einen skurrilen Nachgeschmack, wenn die Stadtregierung versucht, die Geschehnisse der letzten Wochen schön zu reden. „Es ist alles in Ordnung“? Ein Ärzte-Warnstreik samt Versuch, ihnen das Streikrecht abzusprechen, die Gründung einer neuen Pflege-Gewerkschaft und eine OTS-Schlacht sagen vor allem eines: Es ist eben nicht alles in Ordnung.